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Donnerstag 25 Februar 2010 - 07:33 Uhr  |  Aus dem Ressort

Stadt soll Linie 715 erneut prüfen RP

FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus lobte, dass die Stadt durch die Gleichzeitigkeit zweier Bauprojekte – Kö-Bogen und Wehrhahn-Linie – den Bürgern längere Einschränkungen ersparen wolle und vor Herausforderungen stehe. Er plädierte aber dafür, noch einmal intensiv zu prüfen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gebe, die 715 durch die Altstadt zu führen. SPD und Grüne sahen es genauso. Verkehrsdezernent Gregor Bonin sagte die Prüfung zu.

 

 

Düsseldorf

Stadt soll Linie 715 erneut prüfen

zuletzt aktualisiert: 25.02.2010 - 08:22Rheinische Post / RPO

Düsseldorf (RP) Die wegen der Bauarbeiten zum Kö-Bogen geänderte Führung der Straßenbahnlinie 715 stößt in Bezirksvertretungen (BV) auf breite Ablehnung: Nach der BV 8 hat sich gestern auch die BV 6 interfraktionell dafür stark gemacht, die Anbindung der 715 an die Altstadt aufrecht zu erhalten.

 

Derzeit ist geplant, dass die Linie statt – wie bisher – über Breite Straße und Jan-Wellem-Platz auf die Kaiserstraße (und in Gegenrichtung über Jan-Wellem-Platz zur Hunsrückenstraße) zukünftig über die Berliner Allee geleitet werden soll. Die Anbindung an die Altstadt entfiele damit.

Diese Entscheidung wie auch die gesamte Verkehrsführung während der Bauarbeiten rund um den Jan-Wellem-Platz sorgten gestern auch im Ordnungs- und Verkehrsausschuss für reichlich Diskussionsstoff. Die neue Linienführung der 715 sorge bei vielen Bürgern für Verwirrung, sagte Matthias Herz (SPD). "Der Kö-Bogen macht eben alles möglich, auch die Abbindung ganzer Stadtteile", so Herz.

 

Gleichzeitigkeit zweier Projekte

Andrea Blome, Leiterin des Amts für Verkehrsmanagement, und Lars Asmus von der Rheinbahn machten deutlich, dass die Bauarbeiten "leider nichts anderes" zuließen. FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus lobte, dass die Stadt durch die Gleichzeitigkeit zweier Bauprojekte – Kö-Bogen und Wehrhahn-Linie – den Bürgern längere Einschränkungen ersparen wolle und vor Herausforderungen stehe.

Er plädierte aber dafür, noch einmal intensiv zu prüfen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gebe, die 715 durch die Altstadt zu führen. SPD und Grüne sahen es genauso. Verkehrsdezernent Gregor Bonin sagte die Prüfung zu.

Blome gab zu bedenken, dass dies ab März für die Dauer von sechs Monaten nicht möglich sei. Dann werde an der Ecke Jan-Wellem-Platz/ Hofgartenstraße der Deckel für die ersten Tunnel gebaut. Für eine Weiche, die das Abbiegen der Bahnen vom Jan-Wellem-Platz Richtung Kaiserstraße ermögliche, sei in dieser Phase kein Platz. "Der Rest ist diskutabel", so Blome.

"Intelligente Autofahrer"

Was die Verkehrsführung für Autos angeht, ist Blome optimistisch, dass die Umleitungsrouten schnell angenommen werden und es nur in den ersten Wochen zu Staus komme: "Das Beispiel Kasernenstraße hat gezeigt, dass der Autofahrer ein intelligentes Wesen ist und sich rasch umorientieren kann."

 



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Neuenhaus, Kö-Bogen