FDP für neue Gesamtschulen
Zehn Prozent plus x haben sich die Düsseldorfer FDP-Kandidaten für die Wahl gesetzt. Robert Orth, seit 2000 im Landtag, Kandidat im Nord-Wahlkreis 40 und mit Platz fünf auf der Liste abgesichert, ist trotz aktueller Umfragen, die Schwarz-Gelb und Rot-Grün etwa gleichauf sehen, optimistisch: "Es gibt eine Trendumkehr, ich gehe davon aus, dass CDU und FDP wieder die Mehrheit stellen."
NRW-Wahl
FDP für neue Gesamtschulen
zuletzt aktualisiert: 10.04.2010 - 10:26
Düsseldorf (RP) Zehn Prozent plus x haben sich die Düsseldorfer FDP-Kandidaten für die Wahl gesetzt. Robert Orth, seit 2000 im Landtag, Kandidat im Nord-Wahlkreis 40 und mit Platz fünf auf der Liste abgesichert, ist trotz aktueller Umfragen, die Schwarz-Gelb und Rot-Grün etwa gleichauf sehen, optimistisch: "Es gibt eine Trendumkehr, ich gehe davon aus, dass CDU und FDP wieder die Mehrheit stellen."
Zumal seiner Ansicht nach weder Grüne noch SPD glaubhaft machen, eine Koalition mit der Linkspartei auszuschließen, falls diese den Einzug ins Landesparlament schafft: "Die Wähler müssen sich also entscheiden, ob sie eine Regierung mit Sozialisten oder Schwarz-Gelb wollen." Letzteres sei ein Erfolgsmodell auch für Düsseldorf: Das neue Justizzentrum in Oberbilk, der Bau der Wehrhahn-Linie, die K 20-Erweiterung und der Ausbau des Ganztagsbetriebs an Schulen werde vom Land mitfinanziert.
Und auch die nächsten fünf Jahre gebe es noch viel zu tun. So formulieren Orth und seine Mitstreiter Veronika Dübgen (Wahlkreis 41), Rainer Matheisen (WK 42) und Thomas Nicolin (WK 43), die mangels sicherer Listenplätze kaum auf einen Einzug in den Landtag hoffen dürfen, klare Ziele: Bei der Schulwahl soll dem Elternwillen Rechnung getragen werden, dafür rückt die Düsseldorfer FDP sogar von ihrer früheren Position ab und will bei Nachfrage und ausreichender Schülerzahl auch neue Gesamtschulen einrichten. "Es wird auf Sicht mehr Gesamtschulen geben als heute", so Orth. "Der Elternwille ist den Liberalen sehr wichtig", fügt Nicolin hinzu.
Er will sich zudem besonders für den Erhalt des Benrather Regionalbahnhofs einsetzen. "Der Bahnhof hat ein Einzugsgebiet von 250 000 Menschen", so Nicolin, "und noch ist alles offen." Orth möchte auch eine Straßenbahnbrücke über den Rhein in Richtung Meerbusch und Krefeld als Verlängerung der geplanten U 81, die Flughafen und Messe verbinden soll. Dübgen möchte Künstler und Tanz in Kitas und Schulen holen, "auch als Beitrag zu Integration". Matheisen, früher Asta-Chef, setzt sich für ein "Stipendiensystem unabhängig vom Einkommen der Eltern" ein.
In noch einem Punkt ist die FDP im Wahlkampf, den sie sich laut Kreisschatzmeister Klaus Burkhardt 75 000 Euro kosten lässt, von früheren Positionen abgerückt: Die fünf Bezirksregierungen sollen erhalten bleiben und nicht auf drei reduziert werden.
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