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Dienstag 20 Juli 2010 - 20:52 Uhr  |  Aus dem Ressort

Vodafone-Neubau verzögert sich

„Die Stadt hat alles getan, damit das Projekt dort starten kann. Nun müssen sich die Beteiligten einigen. Wir halten solche Verzögerungen für normal und sind sicher, dass Vodafone seine Pläne in Heerdt auch umsetzen wird.“

VON HANS ONKELBACH (RP - zuletzt aktualisiert: 16.07.2010 - 02:30 )

Anfang 2012 wollte der Konzern seine neue Zentrale auf dem früheren Gatzweiler-Gelände beziehen. Ob das klappt, wird in der Immobilienbranche bezweifelt: Die Finanzierung über knapp 300 Millionen Euro ist immer noch offen.

Auf dem früheren Gatzweiler-Gelände in Heerdt unmittelbar an der B 7/A 52 wächst derzeit nur eines: das Unkraut. Die Fläche, seit Monaten frei und irgendwann einmal Adresse für den so genannten Vodafone-Campus, ist bereit für den Neubau – aber der verzögert sich, wie die Immobilienbranche weiß. Hintergrund: Die Finanzierung des Projekts, die knapp 300 Millionen Euro erfordern soll, ist noch nicht abschließend geklärt. Mögliche Investoren und Banken gehen an das Projekt eher zögerlich heran.

Ein Vodafone-Sprecher reagierte verhalten auf die Anfrage und wollte eine Verzögerung so ausdrücklich nicht bestätigen, räumte aber ein, dass man "bei dieser Planung Geduld" haben müsse. Die Pläne seien schließlich vor der Bankenkrise auf den Weg gebracht worden, seitdem hätten sich die Zeiten geändert. Man gehe aber weiter davon aus, Anfang 2012 zumindest mit dem Umzug angefangen zu haben.

Gebäude an das Land verkauft

Tatsächlich kann sich Vodafone mit seiner Umsiedlung innerhalb der Stadt einige Monate Zeit lassen. Das derzeitige Hauptgebäude an der Emmanuel-Leutze-Straße am Seestern steht notfalls länger zur Verfügung, denn einen Nachmieter für die riesige Immobilie gibt es noch nicht. Das bestätigte gestern Dietmar Haselbauer von der Eigner-Firma Prime-Office. Haselbauer: "Wir hätten nichts dagegen, wenn Vodafone länger bliebe." Dass es bereits eine Verlängerung des Mietvertrags wegen möglicher Verzögerungen beim Neubau gibt, dementierte das Unternehmen.

Allerdings muss Vodafone spätestens 2013 seine Gebäude am Rheinufer, wo ebenfalls einige tausend Mitarbeiter untergebracht sind, räumen: Die Objekte (Hochhaus, Peter-Behrens-Bau und eine dritte Immobilie) sind an das Land verkauft, die Regierung will dort einige Ministerien unterbringen. Nicht zuletzt, weil man aus dem heutigen Innenministerium heraus muss, das asbestverseucht ist und wohl abgerissen wird.

Für die Stadt Düsseldorf hat das Thema Vodafone Priorität. Nicht nur, weil man damit einige tausend Jobs in der Stadt sichert, sondern weil an diesem Neubau ein komplett neues Verkehrskonzept für das Heerdter Dreieck (inklusive Neubau eines Parkhauses innerhalb des Dreiecks) und die angrenzenden Stadtteile hängt. Dieses Verkehrskonzept ist vor allem in Oberkassel hoch umstritten.

Im Rathaus sieht man die mögliche Verzögerung gelassen. Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) sagt: "Die Stadt hat alles getan, damit das Projekt dort starten kann. Nun müssen sich die Beteiligten einigen. Wir halten solche Verzögerungen für normal und sind sicher, dass Vodafone seine Pläne in Heerdt auch umsetzen wird."



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