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Dienstag 10 August 2010 - 13:17 Uhr  |  Aus dem Ressort

Mehrheit für die Kita-Offensive WZ

Die Finanzierung ist für Manfred Neuenhaus, FDP-Fraktionsvorsitzender, aber nicht das Hauptthema. „Wir wollen die Familienstadt Düsseldorf weiter ausbauen, ohne Wenn und Aber.“ Natürlich werde ein „wirklicher Kraftakt“ nötig sein, auch mit Blick auf die Finanzierung, doch der Ausbau werde auf keinen Fall auf Kosten der Qualität gehen. Düsseldorf sei ein angenehmer Standort, er gehe davon aus, dass genügend junge Leute angelockt werden können. „Wir brauchen mehr Erzieher, und das werden wir schaffen. Daran wird es nicht scheitern.“

 

 

Mehrheit für die Kita-Offensive

 

von Peter Littek

 

Betreuung: Die Ratsfraktionen von CDU, FDP und SPD sind dafür. Grüne sehen Vorschlag skeptisch. Diakonie fordert Neubauten.

 

Düsseldorf. Mit seiner Kita-Offensive hat Oberbürgermeister Dirk Elbers mitten in der Sommerpause eine Diskussion angestoßen, die sicher noch andauern wird. In einem WZ-Interview hatte Elbers angekündigt, die Versorgungsquote für die unter Dreijährigen verdoppeln zu wollen, von 30 auf 60 Prozent. An Beitragsfreiheit ist nicht gedacht, zur Finanzierung hatte Elbers keine konkreten Angaben gemacht.

 

Genau an diesem Punkt hakt Diakonie-Vorstand Adolf-Leopold Krebs ein, der die Ankündigung Elbers’ grundsätzlich befürwortet: „Gerade in Düsseldorf ist der Bedarf da, das zeigen die Anmeldezahlen und die langen Wartelisten. Es stellt sich aber auch die Frage, wie wir solche hohen Zahlen unterbringen sollen.“

Finanzielle Unterstützung für Kita-Neubauten notwendig

 

Krebs fordert von der Stadt ein deutliches Signal, dass Investitionsmittel umgeleitet werden, um zusätzliche Kita-Neubauten finanzieren zu können. Außerdem regt er eine Förderung durch Land und Bund an.

 

Die Finanzierung ist für Manfred Neuenhaus, FDP-Fraktionsvorsitzender, aber nicht das Hauptthema. „Wir wollen die Familienstadt Düsseldorf weiter ausbauen, ohne Wenn und Aber.“ Natürlich werde ein „wirklicher Kraftakt“ nötig sein, auch mit Blick auf die Finanzierung, doch der Ausbau werde auf keinen Fall auf Kosten der Qualität gehen. Düsseldorf sei ein angenehmer Standort, er gehe davon aus, dass genügend junge Leute angelockt werden können. „Wir brauchen mehr Erzieher, und das werden wir schaffen. Daran wird es nicht scheitern.“

 

Bürgermeister Friedrich Conzen (CDU) sieht das ähnlich. Dass mehr Versorgung mehr Personal bedeute, sei völlig klar. Eventuell könnten Väter oder Mütter mit einer Zusatzausbildung in die Betreuung einsteigen: „Wer selbst Kinder erzogen hat, schafft das.“ Das nötige Geld für den Ausbau werde man im Haushalt finden. „Der Oberbürgermeister hat ja gesagt, dass es einige Dinge gibt, die schön sind, aber nicht so wichtig.“ Man werde für die Kinderbetreuung an anderer Stelle sparen.



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Neuenhaus, Kitas