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Sonntag 29 August 2010 - 10:46 Uhr  |  Aus dem Ressort

Kö-Graben: Ärger um "Problem-Rasen" RP

Von dem Erfolg der Pflegemaßnahmen ist Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann allerdings wenig überzeugt. „Es war ein Versuch wert“, sagt die FDP-Politikerin. „Aber gegen die Natur können wird nicht ankämpfen.“ Damit meint die Bürgermeisterin auch die Rabenvögel, die den Rasen mit ihren Schnäbeln aufreißen, um an ihre Beute unter der Oberfläche zu gelangen.

 

 

Bürgermeisterin Strack-Zimmermann

 

Kahle Stellen

Kö-Graben: Ärger um "Problem-Rasen"

VON ANDREAS PANKRATZ - zuletzt aktualisiert: 29.08.2010 - 09:42

Düsseldorf (RP) Nur wenige Wochen ist es her, dass das Gartenamt einen neuen Rasen am Kö-Graben verlegt hat. Von der grünen Pracht ist allerdings wenig geblieben, denn inzwischen prägen wieder viele kahle und aufgewühlte Stellen das einst satte Grün.

 

„Das sieht einfach scheußlich aus“, findet Grünen-Ratsherr Wolfgang Scheffler und kritisiert die Verwaltung: „Man hätte von Anfang an sehen müssen, dass es so nicht funktioniert.“ 180 000 Euro hat die Stadt investiert - für Scheffler „herausgeschmissenes Geld“. Allein die Pflege kostet jährlich 20 000 Euro.

 

Trotz der Kritik sind die Verantwortlichen des Gartenamtes immer noch überzeugt, dass der Rasen sich entwickeln kann. „Wir müssen ihm mehr Zeit geben“, sagt der stellvertretende Amtsleiter Thomas Eberhardt-Köster. Gärtner seien bereits dabei, die Löcher mit frischem Saatgut zu schließen. An der Rasenmischung der Sorte „Buga-Schattenrasen“, die speziell für den sehr licht- und wasserarmen Standort ausgesucht worden ist, gibt es nach wie vor keine Zweifel und über einen Plan B möchte das Gartenamt zumindest offiziell noch nicht nachdenken. „Alle Anstrengungen gelten dem neuen Rasen“, betont Eberhard-Köster. Auch Claus Franzen, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Königsallee, hält an dem Projekt fest. „Aber es tut mir in der Seele weh, den Rasen in diesem Zustand zu sehen.“

Raben reißen Boden auf
Von dem Erfolg der Pflegemaßnahmen ist Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann allerdings wenig überzeugt. „Es war ein Versuch wert“, sagt die FDP-Politikerin. „Aber gegen die Natur können wird nicht ankämpfen.“ Damit meint die Bürgermeisterin auch die Rabenvögel, die den Rasen mit ihren Schnäbeln aufreißen, um an ihre Beute unter der Oberfläche zu gelangen.
Sollte sich der Rollrasen bis zum Frühjahr nicht wie gewünscht entwickeln, müsse sich die Verwaltung eine geeignete Alternative überlegen. „Spätestens, wenn der Kö-Bogen fertig ist, muss der Graben picobello aussehen“, fordert die Bürgermeisterin.

 

 



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