Ein Renner: Der Lauf über die Kö/RP
Auf der Bühne der Rheinischen Post, die auch dieses Mal als einer der Hauptsponsoren dabei war, wurden die Sieger geehrt. Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) übernahm diese Aufgabe mit sichtlichem Vergnügen.15.000 Zuschauer
Ein Renner: Der Lauf über die Kö
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 06.09.2010 - 08:33
Düsseldorf (RP) 4000 Läufer hatten sich angemeldet und gingen zu den verschiedenen Läufen über die Königsallee an den Start. Rund 15.000 Menschen schauten, verteilt über den Tag, den Sportlern zu, sagt der Veranstalter. Das milde Spätsommerwetter war perfekt für die Läufer.
Wo normalerweise Pumps und rahmengenähtes Schuhwerk, flotte Sneakers oder Overknee-Stiefel den Takt vorgeben, war gestern der gut gedämpfte Laufschuh angesagt: Beim 23. Kö-Lauf traten rund 4000 Sportler an, um beim Lauf rund um den Prachtboulevard zu zeigen, was sie beim Wettkampf gegen die Zeit auf dem harten Asphalt in der Wade haben.
Die Route ist seit Jahren unverändert – sie geht über beide Seiten deer Kö, durch die Blumenstraße, über den Martin-Luther-Platz bis zur Schadowstraße und zurück zur Kö. Schon seit den frühen Morgenstunden waren daher die umliegenden Zufahrtsstraßen abgesperrt, einige Parkhäuser daher nicht erreichbar. Das jedoch war offenbar gut kommuniziert worden, denn es gab kaum Probleme mit fehlgeleiteten Autofahrern.
Auf der Bühne der Rheinischen Post, die auch dieses Mal als einer der Hauptsponsoren dabei war, wurden die Sieger geehrt. Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) übernahm diese Aufgabe mit sichtlichem Vergnügen, Sportdezernent Burkhard Hintzsche, der auf dem offenen Oberdeck des RP-Busses stand, genoss den Überblick über eines der attraktivsten sportlichen Ereignisse Düsseldorfs. Allerdings hatte er den Eindruck, dass trotz perfekter Wetterlage weniger Zuschauer als sonst am Rand der Rennstrecke standen. "Vielleicht sollte man sich überlegen, ob man nicht einen Halbmarathon anbietet – das wäre sicherlich reizvoll," meinte der Beigeordnete.
Gedenken an Joachim Erwin
Jan Winschermann, für den Veranstalter Rhein-Marathon Düsseldorf Organisator des Laufs, wollte das mit den zurück gehenden Zuschauerzahlen nicht so sehen und meinte, man erreiche über den Tag verteilt gewiss rund 15 000 Menschen, weil viele erst gezielt zu den Läufen kommen, bei denen sie Teilnehmer kennen.
Beispielsweise zum letzten Zehn-Kilometer-Lauf, bei dem rund 1000 Läufer an den Start gingen. Übrigens mit gechipten Laufschuhen: Die kleinen Elektronik-Teile am Schnürwerk der Schuhe werden von der Streckentechnik zwecks Zeitmessung erfasst.
Weil der frühere Oberbürgermeister Joachim Erwin einer der Förderer des Kö-Laufs war und in den 80er Jahren als sportbegeisterter Ratsherr maßgeblich beteiligt war, als der Lauf gegründet wurde, gab es Joachim-Erwin-Gedächtnis-Läufe, nach denen seine Witwe Hille Erwin die Preise überreichte. Außerdem profitiert die Stiftung "Pro Sport" von der Veranstaltung: Beim Bambini-Lauf gingen 500 Mini-Renner an den Start. Für jeden von ihnen wurde ein Euro gespendet.
TAGS


