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Samstag 31 Oktober 2009 - 12:15 Uhr  |  Aus dem Ressort

Widerstand gegen Google Street View

Unterstützung bekommt das Netzwerk vom FDP-Landtagsabgeordneten Robert Orth, der allen Bürgern rät, Widerspruch einzulegen. Google sei dann verpflichtet, die Objekte zu löschen. RP

 

 

Düsseldorf (RP) Das Niederkasseler Netzwerk "Unser Lotharviertel" macht gegen den Einsatz von "Google Street View" mobil. Gestern kamen etwa 50 Mitglieder bei einem Treffen überein, Unterschriften gegen die Veröffentlichung der Aufnahmen zu sammeln und bei Google Deutschland sowie Google USA Widerspruch einzulegen. Die Anwohner fürchten um den Verlust ihrer Privatsphäre.

Google Street View zeigt Großstädte aus Sicht eines Bewohners beziehungsweise Passanten. Diese können virtuell durch die Straßen flanieren und je nach Interesse das eine oder andere Anwesen genau betrachten. Es sind Standbilder, aufgenommen in dem Moment, in dem der Kamerawagen des Internet-Dienstleisters durch die Straßen fuhr. Zeitversetzt werden die Aufnahmen im Netz veröffentlicht.

Vereine sollen mitmachen

 

"Das geht zu weit", sagt Anwohnerin und FDP-Ratsfrau Monika Lehmhaus, die das Netzwerk " gegründet hat. "Jeder, der will, kann die Grundstücke ausspionieren." Ebenso könnten die Behörden von "Google Street View" profitieren. Zu befürchten sei auch die Vernetzung mit anderen Informationsquellen. "Es geht uns vor allem darum, ein Problembewusstsein zu schaffen, die öffentliche Diskussion zu fördern." Deshalb sollen auch die Vereine, zunächst im linksrheinischen Düsseldorf, angesprochen werden.

Unterstützung bekommt das Netzwerk vom FDP-Landtagsabgeordneten Robert Orth, der allen Bürgern rät, Widerspruch einzulegen. Google sei dann verpflichtet, die Objekte zu löschen.



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