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Montag 02 November 2009 - 10:43 Uhr  |  Aus dem Ressort

Manfred Neuenhaus im WZ-Interview

Wohin steuert denn die FDP in den nächsten fünf Jahren? Neuenhaus: Wir werden unsere inhaltliche Linie fortsetzen. Eine unserer Aufgaben wird es sein, aufs Tempo zu drücken.

 

 

 

Herr Neuenhaus, der Wechsel kam für viele unerwartet. Was steckt dahinter?

Manfred Neuenhaus: Marie-Agnes Strack-Zimmermann will sich auf ihre Aufgaben als erste Bürgermeisterin konzentrieren, deshalb übernehme ich die Fraktionsspitze.

 

So könnte man es auch formulieren, wenn jemand aus dem Amt gedrängt wurde . . .

Neuenhaus: . . . das war in diesem Fall aber nicht so. Dieser Wechsel geschah auf Anstoß von Frau Strack-Zimmermann.

 

 

Aber warum kommt der Wechsel jetzt erst? Das hätten Sie doch schon vor einem Jahr machen können, als Strack-Zimmermann erstmals ins Amt gewählt wurde.

Neuenhaus: Bei der Kommunalwahl dieses Jahr hat sich unsere Fraktion fast verdoppelt und Strack-Zimmermann  wurde gestern in ihrem Amt als Erste Bürgermeisterin für fünf weitere Jahre bestätigt: es macht einfach Sinn jetzt die Arbeit zu teilen.

 

Bedeutet diese Personalentscheidung einen Richtungswechsel?

Neuenhaus: Nein, wir sind  den bisherigen Weg zusammen gegangen. Wir sind ein Team, es wird keinen Kurswechsel geben.

 

Wohin steuert denn die FDP in den nächsten fünf Jahren?

Neuenhaus: Wir werden unsere inhaltliche Linie fortsetzen. Eine unserer

Aufgaben wird es sein, aufs Tempo zu drücken.

 

Macht der Oberbürgermeister etwa nicht genug Tempo?

Neuenhaus: Ich rede von den Fraktionen im Stadtrat. Wenn man will, dass die Stadt auf der Erfolgsspur bleibt, darf man das Tempo nicht herausnehmen.

 

Wo sollte die Stadt denn Tempo machen?

Neuenhaus: Erstens beim Wettbewerb um Unternehmensansiedlungen. Zweitens bei der Stadtentwicklung - gefragt ist die Schaffung neuen Wohnraums, ohne die Landschaft weiter zu zersiedeln. Drittens muss das Stadtbahn-Netz in die Region nach Karlsruher Vorbild ausgebaut werden, damit Pendler besser in die Stadt kommen. Wenn wir uns um diese Themen nicht kümmern, gerät Düsseldorf ins Hintertreffen.

 

Die Opposition beklagt, dass ihre Anträge von CDU und FDP prinzipiell abgelehnt werden. Bleibt das die nächsten fünf Jahre so?

Neuenhaus: Die Opposition spielt jeden Tag „Wünsch Dir was“. Da war nicht viel dabei, was die Stadt weitergebracht hätte. Die konstituierende Stadtratssitzung hat auch gezeigt, dass sich ein rot-rot-grünes Lager bildet. Wenn Rot-Grün mit einer Partei zusammenarbeitet, die erst noch beweisen muss, dass sie demokratisch ist, fallen sie für eine Zusammenarbeit mit uns aus.

 

Das Gespräch führte Rene Schleucher


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