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Mittwoch 23 Dezember 2009 - 18:42 Uhr  |  Aus dem Ressort

Fahrgäste klagen über vereiste Haltestellen NRZ

Kritik kommt auch vom FDP-Verkehrsexperten Manfred Neuenhaus. „Die Haltestellen müssen besser geräumt werden.”

 

Düsseldorf, 23.12.2009, Michael Mücke NRZ

 

 

Düsseldorf. Die Fahrgäste halten sich auf der Rampe am Geländer fest. Sie gehen nicht, sie rutschen. Der Bahnsteig der Stadtbahn-Haltestelle Wittlaer in Düsseldorf ist vereist. Doch nicht nur da klagen die Fahrgäste über Rutschgefahr. Bei der Rheinbahn gehen viele Beschwerden ein.

 

Der Streudienst ist um vier Uhr früh an der Stadtbahn-Haltestelle Wittlaer gewesen. Aber wenige Stunden später hat sich wieder Schmelzwasser gebildet und ist gefroren. Nicht nur dort: Ins Schlittern kommen Kunden auch am Reeser Platz und anderen Haltestellen der Stadtbahn-Strecke U78/U79. Zahlreiche Beschwerden gehen bei der Rheinbahn-Leitstelle ein, die erneut die Saubermänner rausschickt. Kritik kommt auch vom FDP-Verkehrsexperten Manfred Neuenhaus. „Die Haltestellen müssen besser geräumt werden.”

 

Für 1325 Kilometer Straße verantwortlich

Die 180 Mitarbeiter des Winterdienstes kehren und streuen 1325 Kilometer Straßen und 3500 Überwege. Für die Gehwege sind die Hauseigentümer verantwortlich, von denen allerdings ein Teil seiner Räum- und Streupflicht nicht nachgekommen ist. Für die vermatschten Fußgängerzonen in der Altstadt und Carlstadt fühlt sich die Awista nicht zuständig. Anfragen aus dem Umweltamt, ob eine Sonderreinigung möglich ist, wird noch am Morgen mit Verweis auf Überlastung abgelehnt.

 

Die Awista steht derzeit in der Kritik. Nicht nur die Nebenstraßen sind ihrem Schicksal überlassen. Selbst eine Hauptverkehrsader wie die Ludenbeger Straße ist über zehn Stunden nicht ausreichend von Schnee und Matsch freigemacht worden. Für Letzteres hat auch Ralf Böhme keine Erklärung. Ursachenforschung.

 

An der kommt auch die Rheinbahn nicht vorbei. Die ließ am Montag die Fahrgäste der Straßenbahn-Linien 703, 713 und 709 am Staufenplatz aussteigen, ohne zu informieren, wie es weitergeht. „Wir hatten dafür nicht einen einzigen Mitarbeiter zur Verfügung”, erklärt Rheinbahn-Sprecherin Heike Schuster.

Handlungskonzept für Ludenberger Straße

In diesem Punkt werden der Aufsichtsrat und die Politik nachhaken. Andreas Hartnigk (CDU), Vorsitzender des Aufsichtsrates, spricht von „Kommunikationsdefiziten” bei der Rheinbahn. „Das muss noch besser werden”, fordert er.

 

Das sagt auch Martin Volkenrath (SPD), Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses. Des weiteren fordert er ein Handlungskonzept für die Ludenberger Straße. „Die Probleme mit der Steigung dort sind doch seit langem bekannt.”

 

Normalität ist wieder am Flughafen eingekehrt. Vermutlich am Abend sind die letzten Schneehaufen weggeräumt. Dann kann der Winterdienst endlich nach Hause. Einige Flugverbindungen, etwa aus Mailand, London, Berlin und Mailand, sind gestrichen worden. Dort haben Schnee und Blitzeis Starts unmöglich gemacht.



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