Nachtschwärmer auf dem Abstellgleis EXPRESS
Den Ausbau des Wochenend-Angebots fordert auch die FDP. „Der Stunden-Takt ist unglücklich“, findet Verkehrsexperte Mirko Rohloff. Bis Sommer will er im Rat die Verbesserung des Angebots durchboxen.
Kritik an Rheinbahn-Fahrplan
Nachtschwärmer auf dem Abstellgleis
Von MARC HERRIGER und JULIA TODORINC
Düsseldorf –
Wer in Düsseldorf abends ausgeht, kennt das: Wenn man nachts wieder nach Hause will, sollte man besser noch Geld fürs Taxi übrig haben.
Busse und Bahnen fahren nur sporadisch. Wird sich das bald ändern?
Ein netter Abend in der Altstadt, die Spätvorstellung im Kino, der romantische Restaurantbesuch – Düsseldorf hat abends einfach eine Menge zu bieten. Nur ein funktionierendes Netz an Bus- und Bahnlinien nicht! In der Woche ist schon kurz nach Mitternacht Schluss, am Wochenende gibt es den „Nachtexpress“.
Der fährt aber nur einmal die Stunde auf verschlungenen Wegen durch die Stadt - „Das ist echt provinziell“, findet Norbert Czerwinski von den Grünen und fordert Besserung: „Der »Nachtexpress« sollte den Halb-Stunden-Takt bekommen und auch in der Woche fahren, der Abendtakt verdichtet werden.“
Den Ausbau des Wochenend-Angebots fordert auch die FDP. „Der Stunden-Takt ist unglücklich“, findet Verkehrsexperte Mirko Rohloff. Bis Sommer will er im Rat die Verbesserung des Angebots durchboxen.
Gegenwind kommt von der CDU: „Wir müssen den Bedarf genau prüfen, das kommt nämlich teuer.“ Eine „Nachtexpress“-Linie kostet rund 30.000 Euro im Monat, die Taktverdoppelung würde auch die Kosten verdoppeln. „Wenn die Politik das finanziert, haben wir genug Mitarbeiter und Fahrzeuge dafür“, sagt Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher. Noch stehen die Nachtschwärmer in der Stadt aber weiter auf dem Abstellgleis.
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