Integration
Integration von Menschen mit Migrationshintergrund kann nur in der Stadt und im Stadtteil erfolgen. Für die Düsseldorfer FDP ist die Bewältigung dieser Aufgabe ein zentrales Anliegen. Nur eine erfolgreiche Integration verhindert das Auseinanderbrechen unserer Gesellschaft. Für die Düsseldorfer FDP ist die Zuwanderung eine Bereicherung unserer Gesellschaft, aber wir bestehen auf einen gemeinsamen gesellschaftlichen Konsens, der sich in der Akzeptanz der Werteordnung unseres Grundgesetzes und in Kenntnis der deutschen Sprache sowie der deutschen Kultur und Geschichte ausdrückt.
Tatsächlich ist die Integration von Zuwanderern längst zur Zukunftsfrage geworden. Sie ist bedeutend für den sozialen Zusammenhalt in den Kommunen, aber auch ein zunehmend wichtiger Wirtschaftsfaktor. Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und dem damit absehbaren Mangel an Facharbeitskräften ist die Frage entscheidend, ob es gelingt, die Potenziale von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund zu fördern, zu entwickeln und positiv zu nutzen statt zu ignorieren oder gar verfallen zu lassen.
Aus diesem Grund möchte die Düsseldorfer FDP die Integrationspolitik in Düsseldorf in den Mittelpunkt politischer Entscheidungen rücken.
Integration „vor Ort“
Die Düsseldorfer FDP sieht die Notwendigkeit, dass Menschen mit Migrationshintergrund, aber auch Bürgerinnen und Bürger der Aufnahmegesellschaft besser angesprochen und in den Integrationsprozess einbezogen werden. Die Zusammenarbeit von Initiativen, Migrantenselbstorganisationen, Wohlfahrtsverbänden, Stadt, Bildungseinrichtungen, Wirtschaft, Kirche und anderen muss verbessert werden. Synergien müssen genutzt und Reibungsverluste verringert werden. Integrationspolitik muss nah an den Menschen bedarfsorientiert entwickelt und umgesetzt werden.
Daher sollen die Integrationseinrichtungen von Stadt, Freien Trägern und Migrationsvereinen durch einen „Runden Tisch Integration“ vernetzt werden.
Eltern mit Migrationshintergrund sollen als Integrationslotsen in ihrem sozialen Umfeld andere Mütter und Väter auf vorhandene Integrationsmaßnahmen und Einrichtungen aufmerksam machen und vermitteln. Die Ausbildung dieser Integrationslotsen hat sich in anderen Großstädten als erfolgreich erwiesen, da diese direkte Kontakte aufbauen und so dazu beitragen, Hemmschwellen abzubauen.
In einem neu zu gründenden Mädchenhaus soll jungen Frauen eine Rückzugsmöglichkeit gegeben werden, wenn sie von ihren Familien zu Ehen gezwungen werden sollen oder wenn sie aus Gründen der Ehre besonderen Gefährdungen ausgesetzt sind.
Integration und Schule
Die Sprachkompetenz der Zuwanderer zu fördern ist eine der wichtigsten Anliegen der Düsseldorfer FDP. Der Erwerb der Sprachkompetenz sollte bei Kindern ab dem 3. Lebensjahr begonnen werden. Neben den Kindern müssen vor allem die Eltern stärker in die Spracherziehung eingebunden werden. Diese Elternarbeit lässt sich in Kindertagesstätten durchführen und in den Schulen fortsetzen.
Je eine Grundschule pro Stadtbezirk wird zur Stadtteilschule bzw. zum Stadtteilbegegnungszentrum – dem Vorbild der Interkulturellen Stadtteilschule Hamm folgend:
Diese Schulen sollen als Ganztagsschule geführt und den Schülern so zusätzliche Spiel-, Sport- und Freizeitaktivitäten am Nachmittag bieten. Als Stadtteil-begegnungszentrum sind diese Schulen auch in den Schulferien ganztags geöffnet und bieten während der Ferien Sprachkurse an. Sozialarbeiter mit Migrationshintergrund unterstützen die Lehrer bei der Betreuung der Schüler.
Außerdem sollen an diesen Schulen zugleich auch Vorschulen zur Sprachförderungen aufgebaut sowie den Müttern und Vätern die Möglichkeit gegeben werden, Sprachunterricht zu erhalten.
Integration und Wirtschaft
Erfolgreiche Integration ist auch von wirtschaftlicher Bedeutung, daher soll dieses Thema bei der Wirtschaftförderung Düsseldorf stärker berücksichtigt werden. Wir unterstützen daher Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung sowie Beschäftigung von Migranten.
Neben Haupt- und Realschülern mit Migrationshintergrund sind auch Abiturienten und Akademiker mit Migrationshintergrund bei der Berufssuche und dem Berufsanfang benachteiligt. Die Düsseldorfer FDP fordert daher den Aufbau eines Mentorenprogramms, welches u.a zur Vernetzung von Leitern von Unternehmen mit Absolventen von Gymnasien und der Universität führt.
Es gibt zahlreiche erfolgreiche Unternehmer mit Migrationshintergrund in Düsseldorf. Ausländer schaffen in Deutschland Arbeits- und Ausbildungsplätze. Mit zunehmender Aufenthaltsdauer stellt unternehmerische Selbstständigkeit einen Weg wirtschaftlicher Integration dar, den immer mehr Ausländer gehen. Viele Menschen haben einen ausländischen Chef. Die FDP in Düsseldorf unterstützt diese Entwicklung nachdrücklich und wird insbesondere mit den Verbänden ausländischer Unternehmer in Düsseldorf das Gespräch suchen. Gerade Unternehmer mit Migrationshintergrund können für Jugendliche Vorbild sein und zeigen deutlich, dass Arbeitsmarkt und wirtschaftlicher Erfolg auch von Ausländern in Deutschland getragen wird.


