Stadtplanung
Die FDP ist der Schrittmacher einer modernen Stadtentwicklung. Arbeiten, Wohnen und Leben gehören in einer modernen Stadt zusammen und sollen – wo immer möglich – unmittelbar in einem Guss erlebbar sein. Darüber hinaus werden wir nicht nachlassen, städteplanerische Gestaltungsspielräume zu eröffnen, mit denen Planungsbrachen und unansehnliche Nachkriegsarchitektur verschwinden. Diese können durch moderne und zukunftsfähig bebaute Flächen, spannendere zeitgemäße Architektur und mehr Grünflächen ersetzt werden.
Kö-Bogen
Beim Kö-Bogen ist uns gelungen, nach vielen Jahren der Auseinandersetzung auf die Zielgerade einzubiegen. In den kommenden vier Jahren wird das Herz der Stadt – die Innenstadt – neu gestaltet werden. Der Jan-Wellem-Platz, der nie ein Platz war, sondern ein hässlicher Verkehrsknotenpunkt, wird überbaut werden. Mit dem New Yorker Daniel Libeskind konnte sich im europäischen Wettbewerb ein weltweit hochgeschätzter Architekt durchsetzen.
Der Schadowplatz wird endlich ein eingefasster Platz, die Königsallee, Düsseldorfs schönste Straße, wird verbunden mit Düsseldorfs schönstem Park, dem Hofgarten. Die Autos verschwinden unter der Erde. Tunnelbauten, wie bereits erfolgreich am Rheinufer umgesetzt, werden den gesamten innerstädtischen Nord – Süd, Süd – Nord und Nord – Ost Verkehr aufnehmen. Der Hofgarten bzw. die Landskrone werden erweitert und den Menschen in der Stadt ebenerdig zugänglich gemacht.
In einem zweiten Bauabschnitt wird der Tausendfüßler, die Hochbrücke, die Düsseldorf 50 Jahre durchtrennt hat, abgebaut. Nach der „autogerechten Stadt“ (1958) entsteht die bürgergerechte Stadt des 21. Jahrhunderts. Es entstehen völlig neue innerstädtische Freiflächen und Sichtachsen. Die Innenstadt wird neu erfunden. Namhafte europäische Architekten haben im Wettbewerb nach Abstimmung mit Landschaftsplanern Vorschläge angeboten, wie wir in Zukunft die Innenstadt gestalten können.
Hafen
Ein weiterer wichtiger städtebaulicher Baustein, ist der weitere Ausbau des Hafens für „Wohnen am Wasser“. Wir wollen einen lebendigen Hafen, auch außerhalb der Büroarbeitszeiten. Die Speditionsstraße wird bebaut. Es gilt jetzt, die Neugestaltung der Kesselstraße zu planen. Damit verbunden werden wir die Infrastruktur und Verkehrsanbindung verbessern.Ein Kohlekraftwerk an diesem Standort lehnen wir ab.
Regierungsviertel
Nachdem das Land das Vodafone-Hochhaus am Mannesmannufer gekauft hat, besteht jetzt die einmalige auch städtebauliche Chance, das Gebiet jenseits der Rheinkniebrücke neu zu gestalten und eine Neugestaltung des Horion- und Johannes-Rau-Platzes sowie der Kavallerie- und Haroldstraße anzugehen. Hier kann ein echtes „Regierungsviertel“ in Düsseldorf entstehen. Diese Chance für die Stadt muss – in Abstimmung mit der Landesregierung – genutzt werden.
Andreasviertel
Die FDP Düsseldorf fordert die Umwandlung des ehemaligen Amts- und Landgerichts an der Mühlenstraße in ein modernes Wohnquartier in der Altstadt. Das ehemalige Theresienhospital soll in diese Planung einbezogen werden. Wir setzen uns im Übrigen dafür ein, das modern gestaltete Rheinufer bis zur Tonhalle/Kunstpalast zu verlängern.
Weitere stadtplanerische Eckpunkte
- Die Liberalen fordern, konsequent Bebauungsplan-Verfahren – vor allem im Norden und Osten der Stadt durchzuführen. Es darf keine weitere ungezügelte Bebauung ohne Bebauungsplan geben.
- Düsseldorf braucht mehr Grünflächen. Wir wollen die Lebensqualität in unserer Stadt weiter erhöhen, indem wir Grünflächen ausdehnen und erhalten. Stadtteiltypische Bebauung muss erhalten bleiben und darf nicht durch Zersiedlung zerstört werden.
- Wir wollen Neubaugebiete entwickeln, die Arbeiten und Wohnen in unmittelbarer Nähe ermöglichen. Insbesondere das Gelände der Gerresheimer Glashütten bietet reizvolle Chancen für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und Wohnungen.
- Die FDP Düsseldorf spricht sich dafür aus, strategische Partner (Investoren) mit ins Boot nehmen, seien es öffentliche, private oder genossenschaftliche. Die letztendliche Planungshoheit bleibt freilich immer bei der Stadt.
- Bei der Schaffung von Wohnraum ist besonders auch auf die Belange junger Familien, Studenten und Auszubildender Rücksicht zu nehmen. Auch soziale Aspekte müssen berücksichtigt werden.
- Die Liberalen wollen mehr Wohnungen im Stadtzentrum. Wir setzen uns für die Umwandlung von Büros in Wohnungen ein, um die Innenstadt nach Büroschluss zu beleben. Zu denken ist hierbei z.B. an die Berliner Allee, die Immermannstraße und die Tuchtinsel/Schadowstraße. Wo möglich, ist der Abriss bzw. die Modernisierung von Nachkriegsbestand zu fördern.
- Wir wollen Blickpunkte an den „Toren“ der Stadt schaffen, wie z.B. beim ARAG-Hochhaus am Mörsenbroicher Ei oder beim Stadttor.
- Hochwertige städtische Grundstücke sollen vermehrt im Wege des Erbbaurechts oder der Erbpacht vergeben werden, um später städteplanerische Möglichkeiten zu erhalten.
- Bei der Aufstellung künftiger Bebauungspläne und Planungen sowie den Angeboten möglicher Investoren werden wir verstärkt darauf achten, dass auch die Belange des Klimaschutzes und einer möglichst ressourcenschonenden Energieversorgung berücksichtigt werden, z.B. durch Wärmebereitstellung aus Kraft-Wärme-Kopplung.


