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Marie-Agnes Strack-Zimmermann

   

      Verheiratet, 3 Kinder

Spitzenkandidatin der FDP-Düsseldorf zur Kommunalwahl 2014

Platz 1 der Ratsliste der FDP zur Kommunalwahl 2014

Wahlkreis 1: Altstadt/Stadtmitte

Stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP

Erste Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Düsseldorf

1. stellv. Fraktionsvorsitzende der FDP-Ratsfraktion

Vorsitzende der FDP-Düsseldorf

 

 

Ratsgremien:

Ältestenrat

Haupt- und Finanzausschuss

Jugendhilfeausschuss

Ausschuss für öffentliche Einrichtungen

Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung

Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaften

 

Aufsichtsräte/Verwaltungsräte:

Jugendberufshilfe

Messe

Stadtsparkasse

 

Politische Schwerpunkte:

Jugend und Familie, Gesundheit und Soziales, Finanzpolitik und Stadtplanung

 

Stellv. Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland

      Rede zum Etat 2014

 

Kreiswahlversammlung 12. 10. 2013

 

Dienstanschrift:
Marktplatz 2, 40200 Düsseldorf
Telefon (0211) 89-24142


bmdrstrackzimmermann@duesseldorf.de

     "Befreiungsinitiative für Kommunen" Januar 2014
      Strack-Zimmermann auf der Liste der wichtigen
      Bundespolitiker für 2014/RP

 

 

 

Berlin. Die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende DR. MARIE-AGNES STRACK-ZIMMERMANN gab der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag-Ausgabe 9.12.2013) das folgende Interview. Die Fragen stellten STEFAN BRAUN und OLIVER HOLLENSTEIN:

 

Frage: Sie sind nah am Wähler. Warum ist der Ruf der FDP so ruiniert?

 

STRACK-ZIMMERMANN: Wir haben gute Produkte. Aber wenn der Verbraucher das Produkt nicht mehr sieht, weil die Verpackung schlecht ist, bekommst du ein Problem. Wir sind mit unseren Zielen nicht mehr zum Wähler durchgedrungen, weil unsere Präsentation schlecht war.

 

Frage: Ernsthaft? Es lag an der Verpackung?

 

STRACK-ZIMMERMANN: Nein. Wir hatten auch inhaltliche Probleme. Wenn man den eigenen Wählern dezidiert etwas verspricht, so wie wir das bei Steuersenkungen getan haben, dann muss man das wenigstens in Teilen umsetzen. Das haben wir nicht geschafft. Außerdem fehlte es uns bei allem, was wir gemacht haben, an Empathie. Man muss nicht mit Steuermitteln Firmen retten, beispielsweise Schlecker. Aber man muss den Menschen erklären, warum. Und man muss ihnen das Gefühl geben, dass es einem nicht egal ist, was das für sie bedeutet.

 

Frage: Wie schlimm ist die Niederlage?

 

STRACK-ZIMMERMANN: Das war kein Beinbruch. Es ist kurz vor dem Genickbruch. Jetzt müssen wir unser Genick vorsichtig behandeln. Wir müssen also ausgiebig diskutieren. Da haben wir hier einen ersten Schritt getan. Ich sage Ihnen: Wenn wir 14 Tage nach der Wahl diesen Parteitag gehabt hätten, wären wir mit unserem Schmerz und Ärger durch die Decke gegangen. Jetzt sind zweieinhalb Monate vergangen, und wir haben mittlerweile immensen Zuspruch, rund tausend neue Mitglieder. Es gibt viele Menschen, die uns einen mitgeben wollten, aber sie wollten uns nicht unter die Erde bringen.

Frage: Was hat Sie in die FDP geführt?

 

STRACK-ZIMMERMANN: Die FDP ist die Partei, die meine Themen vertritt: Leben und leben lassen, die Freiheit für alle möglichen Lebensentwürfe, das ist mir wichtig. Die Politik darf niemandem vorschreiben, wo er lebt, wie er lebt, mit wem er lebt. Es gibt zu viele Politiker, die dem Bürger erklären, was er machen soll. Das nervt. Auch viele junge Menschen.

 

Frage: Welche Rolle spielt es für Sie, dass Sie eine Frau sind?

 

STRACK-ZIMMERMANN: Es ist schwer über mich selbst zu sprechen. Aber für mich persönlich ist das schon wichtig. Ich bin 1958 geboren, es gibt viele Frauen in meinem Alter, die sich engagieren, nicht unbedingt in einer Partei, aber in Vereinen, Stiftungen. Ich will für diese Frauen da sein, ich will ihnen zeigen, dass es in der FDP Frauen gibt wie sie.

 

Frage: Fürchten Sie Berlin?

 

STRACK-ZIMMERMANN: Ich habe keine Angst vor Berlin. Ich bin Motorradfahrerin, daher weiß ich: Wenn man in der Kurve liegt und Angst bekommt, ist das lebensgefährlich. Ich habe ein Ehrenamt angenommen. Düsseldorf und die Kommunalpolitik sind mein Hafen, und jetzt segele ich auch mal nach Berlin. So ist das in Ordnung.

 

   Schwarz-gelbe Gallierin soll die FDP beleben/

   DIE WELT

Der designierte FDP-Parteichef Christian Lindner schlägt die unbekannte Marie-Agnes Strack-Zimmermann als Stellvertreterin vor. Sie soll die deprimierte Partei mit ihrer kommunalen Kompetenz beleben.

 

 

Von Kristian Frigelj  DIE WELT

 

Marie-Agnes Strack-Zimmermann befindet sich in einer Situation, die für die FDP kaum noch zu glauben ist. Die Düsseldorfer Liberale ist beteiligt an einer stabilen "Regierungsmehrheit" mit der CDU; sie kann politisch gestalten. Die 55-Jährige ist damit zur Ausnahme in ihrer Partei geworden. Seit der Bundestagswahl im September ringt die FDP ums Überleben, gescheitert an der Fünfprozenthürde, verbannt in die außerparlamentarische Opposition.

 

Doch in Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt Düsseldorf ticken die Uhren anders. Nicht nur, dass die frühere "Schuldenuhr" am Rathaus seit der Entschuldung den Wohlstand anzeigt. In der Metropole am Rhein ist die FDP seit 1999 an einem schwarz-gelben Mehrheitsbündnis im Rat beteiligt, und Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist FDP-Fraktionsvize und Erste Bürgermeisterin hinter Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU).

 

Es überrascht deshalb nur auf den ersten Blick, dass der designierte FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner am Wochenende mit seinem NRW-Landesverband die dreifache Mutter einhellig für den Posten der stellvertretenden Bundesvorsitzenden vorgeschlagen hat. "Marie-Agnes Strack-Zimmermann steht für eine erfolgreiche nachhaltige Kommunalpolitik. Sie kennt die Sorgen und Bedürfnisse unserer Kommunen aus erster Hand", erklärte FDP-Landeschef Lindner auf einer Sitzung des Landeshauptausschusses am Wochenende in Bochum. Sie werde "nicht nur ein neues Gesicht in der Führung der Partei sein, sondern auch die kommunale Verankerung der Partei weiter stärken".

 

"Kanzlerin hat Respekt vermissen lassen"

 

Die Nominierte selbst beschrieb vor dem FDP-Gremium ihre Stadt als bundesweit politisches Erfolgsmodell: "Düsseldorf ist wirtschaftlich schuldenfrei, die Stadt hat eine überragende Lebensqualität und ist familien- und kinderfreundlich. Das sind die Ergebnisse liberaler Politik."

 

Später im Gespräch mit der "Welt" unterstrich sie: "Ich habe ein schwarz-gelbes Profil, weil sich das in Düsseldorf einfach bewährt hat. Ich glaube nach wie vor, das Schwarz-Gelb eine vernünftige Kombination ist und dass die Schnittmenge am größten ist", sagt Strack-Zimmermann. Sie habe "sehr gute Erfahrungen mit der CDU in Düsseldorf gemacht, weil es von Respekt getragen ist".

 

Darin sieht sie jedoch den entscheidenden Unterschied zur früheren schwarz-gelben Bundesregierung: "Bei einer Koalition ist wichtig, ist dass man erstens den anderen leben lässt und zweitens den Weihrauch gleichmäßig verteilt. Das ist im Bund gescheitert. Die Bundeskanzlerin hat den Respekt vor der FDP in den vergangenen Wochen und Monaten vermissen lassen."

 


Solche klaren Worte kennt man von ihr in Düsseldorf. Sie sei ein temperamentvoller Mensch, sagt Strack-Zimmermann gern über sich. "Ich bin durch und durch Kommunalpolitikerin und finde es spannend, Entscheidungen zu treffen, die unmittelbar vor Ort wirken. Das ist eine sehr unmittelbare Arbeit", erzählt sie. Freilich muss es die Freidemokratin auch aushalten, wenn in den lokalen Medien mal groß darüber berichtet wird, dass ihr Fahrer im Halteverbot geparkt hat und die Limousine abgeschleppt wurde.

 

Gemeinhin aber genießt die gebürtige Düsseldorferin die direkteste Form von Politik, denn in Düsseldorf ist noch Geld vorhanden. An der legendären Königsallee entsteht der sogenannte Kö-Bogen, eine von Daniel Libeskind entworfener Gebäudekomplex. Es ist neben dem Ausbau des U-Bahn-Netzes das spektakulärste und sichtbarste Projekt in der Stadt.

 

"Dicht bei den Leuten"

 

Die erfahrene Praktikerin passt zum Projekt 2017 von Lindner, der für die geplante Rückkehr in den Bundestag die Partei neu aufbauen will. Es ist auch ein Signal an die Parteibasis, denn im Mai nächsten Jahres finden Kommunalwahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW statt. Es spricht für Lindner, dass er nicht nur Vertraute fördert und sich auf Bundespolitiker verlässt, sondern sich an Kompetenzen und Notwendigkeiten orientiert.

 

Einen allzu engen Kontakt hat er zu Strack-Zimmermann bisher nicht gepflegt. "Ich kenne Christian Lindner schon lange, aber gar nicht so gut. Wir hatten immer mal wieder auf fachpolitischer Ebene Kontakt. Wir sind nicht befreundet, aber ich mag ihn sehr und schätze ihn menschlich", sagt Strack-Zimmermann im Gespräch mit der "Welt". Sie haben sich im Landtagswahlkampf 2012 stärker ausgetauscht, damals war Lindner Spitzenkandidat. Es imponiere ihr und sie empfinde es als ausgesprochen mutig, dass der junge Mann sich anschickt, die FDP zu retten.

 

Etwa einen Monat nach der verheerenden FDP-Niederlage bei der Bundestagswahl hat Lindner sie angesprochen und gefragt, ob sie Interesse hätte, seine Stellvertreterin in der Bundespartei zu werden. Es kam für sie "völlig überraschend", wie sie erzählt. Ein Engagement in der Bundespolitik hatte sie bisher nicht in Erwägung gezogen. Linders Angebot klingt aus ihrer Sicht logisch. "Wenn man wie ich aus der Kommune kommt, dann weiß man, wie Städte und Menschen ticken", sagt Strack-Zimmermann Sie sei "dicht bei den Leuten"; während reine Bundespolitiker die Welt oft aus der "Vogel-Perspektive" betrachteten.

 

Rasanter Aufstieg

 

Für Strack-Zimmermann ist der wahrscheinliche Aufstieg in die Bundespartei selbst eine unerwartete Wendung, denn seit ihrem Eintritt in die FDP zur bundesdeutschen Wendezeit hat sie sich auf Kommunalpolitik konzentriert. Der Aufstieg der Publizistin und Politologin mit Doktortitel ist freilich rasant verlaufen. 2004 kam sie in den Stadtrat, ein Jahr später wurde sie zur Fraktionschefin und dann 2008 zur Ersten Bürgermeisterin gewählt; zudem hat die freiberufliche Mitarbeiterin eines Jugendbuch-Verlages zahlreiche Gremienaufgaben übernommen.

 

Im vergangenen Monat wurde sie von der hiesigen FDP zur Spitzenkandidatin für die Kommunalwahl im nächsten Jahr gekürt. Sie hat angekündigt, dass sie nicht selbst nach dem Oberbürgermeister-Posten trachtet, sondern dass sie wieder Erste Bürgermeisterin des christdemokratischen Amtsinhabers werden wolle, als Lagerwahlkampf. Man wolle sich nicht gegenseitig Stimmen wegnehmen, denn das Risiko, dass der SPD-Spitzenkandidat dann zu viele bekäme, sei einfach zu groß, sagt Strack-Zimmermann.

 

Sie hat sich mit Vize-Fraktionsvorsitz und Bürgermeisteramt ein interessantes persönliches Profil geschaffen. Sie leistet harte politische Kärrnerarbeit und kann durch gesellschaftliche Repräsentanz ihre Bekanntheit steigern.

 

Die Landesregierung macht Druck

 

CDU und FDP im Düsseldorfer Stadtrat wollen Mitte Dezember den Etatentwurf 2014 verabschieden. Es wäre der 15. Haushalt ohne Neuverschuldung in Serie. Der rot-grünen Opposition in der Stadt fällt es schwer, eine Wechselstimmung zu erzeugen, deshalb versucht man, den Oberbürgermeister als luxusgeneigten Bling-Bling-Politiker bloßzustellen.

 

Strack-Zimmermann sieht noch eine größere Gefahr: Die rot-grüne Landesregierung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) erzeugt ebenfalls beträchtlichen Druck, vor allem durch einen verfassungsrechtlich umstrittenen "Stärkungspakt", der finanziell stabile Kommunen wie eben Düsseldorf gesetzlich dazu zwingt, eine Umlage für verschuldete Kommunen zu entrichten.

 

Die Erste Bürgermeisterin sieht freilich umgekehrt eine günstige Gelegenheit, sich an rot-grüner Landespolitik abzuarbeiten und dadurch die Bedeutung Düsseldorfs über die kommunalpolitische Ebene hinaus zu steigern. Das schwarz-gelb dominierte Düsseldorf wirkt denn bisweilen auch wie das berühmte gallische Dorf, das Widerstand leistet und so um seine Zukunft kämpft. Zumindest damit ist man auch schon nah an jenem Gefühl, das die FDP gerade beherrscht.  November 2013